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Eigener PIN für den Tresor: Getrennt vom iPhone-Code

Mehmet Ali Kısacık · Entwickler von Secure Folder · 19. August 2026 · 5 Min. Lesezeit

A diverse collection of vintage pins displayed in an open suitcase, showcasing travel and nostalgia themes.
Photo by Berna on Pexels

Wer sein entsperrtes iPhone aus der Hand gibt, hat in dem Moment meist keine Geheimnisse mehr. Der iPhone-Code öffnet fast alles auf dem Gerät, auch Apples Album „Ausgeblendet“, das sich mit derselben Face ID beziehungsweise demselben Gerätecode entsperren lässt. Wer wirklich private Fotos verstecken möchte, braucht daher eine zweite, unabhängige Sicherheitsstufe: einen eigenen PIN für den Tresor.

Warum der iPhone-Code nicht reicht

Genau hier setzt Bilder Verstecken - Incogni (Secure Folder: Incogni Vault) an. Die App legt auf deinem iPhone einen digitalen Tresor an, der sich nur mit einer eigenen Zahlenkombination öffnen lässt, getrennt vom iPhone-Code.

Der iPhone-Code ist die Eintrittskarte zum gesamten Gerät. Wer ihn kennt, also dein Partner, deine Kinder oder eine neugierige Kollegin, kann das Handy entsperren, durch die Foto-Bibliothek wischen und sich durch geschützte Alben tippen. Apples Album „Ausgeblendet“ liegt genau in dieser Kategorie: Es nutzt dieselbe Face ID oder denselben Passcode wie das iPhone selbst. Gibst du also das entsperrte Gerät aus der Hand, ist diese Barriere wertlos.

Ein PIN ist laut Definition eine persönliche Identifikationsnummer, eine Geheimnummer, die nur eine oder wenige Personen kennen und mit der man einen Tresor besonders sicher verschließen kann (Hartmann Tresore). Genau dieses Prinzip brauchst du auch digital: eine Kombination, die unabhängig vom Gerätecode existiert.

Der eigene PIN: dein zweiter Schlüssel

Bilder Verstecken verwendet für den Tresor einen sechsstelligen Zahlen-PIN, den du bei der Einrichtung selbst festlegst. Er hat nichts mit dem Code gemein, mit dem du dein iPhone entsperrst. Die Konsequenz: Selbst wenn jemand dein Handy offen vor sich liegen hat und den iPhone-Code kennt, kommt er in den Tresor nicht hinein, solange er den Tresor-PIN nicht weiß.

Die meisten Galerie-Sperr- und Foto-Tresor-Apps sichern ihre Inhalte ebenfalls mit einem PIN oder Passwortbildschirm (Vaultaire). Der entscheidende Unterschied bei Bilder Verstecken ist, dass der Tresor-PIN nicht über den Gerätecode umgangen werden kann. Dein geheimer Ordner bleibt damit auch dann zu, wenn das iPhone selbst offen ist.

Als Faustregel gilt: Wähle einen PIN, den du dir gut merken kannst, der aber nichts mit offensichtlichen Daten wie Geburtstagen zu tun hat. Teile ihn mit niemandem. Ein PIN verliert seinen ganzen Sinn, sobald ein zweiter Mensch ihn kennt.

Mit Face ID oder besser nur mit PIN?

Du kannst den Tresor in Bilder Verstecken auch mit Face ID oder Touch ID öffnen. Das ist bequem, ersetzt den PIN aber nicht. Der PIN ist die eigentliche Berechtigung, die Biometrie nur die bequeme Eingabe.

Wichtig zu wissen: Es gibt keinen Reset und keine Wiederherstellung für den Tresor-PIN. Auch der Fake-PIN führt dich nicht zurück in den echten Tresor, er ist keine Wiederherstellungsfunktion. Wer den PIN einmal vergisst, hat keinen Weg zurück. Das ist unbequem, aber genau das macht die Abgrenzung zum iPhone-Code so stark: Es gibt keine Hintertür, über die jemand doch noch an deine Fotos kommt.

Der Fake-PIN: schützen unter Druck

Manche Menschen geben einen Code lieber preis, als eine unangenehme Situation zu riskieren. Genau für diesen Moment gibt es in Bilder Verstecken einen zweiten, frei wählbaren sechsstelligen PIN, den Fake-PIN. Er öffnet einen komplett getrennten Fake-Tresor, in den du nur harmlose Inhalte legst.

Wenn dich also jemand auffordert, den Tresor zu öffnen, kannst du den Fake-PIN nennen. Die Person sieht eine plausible Galerie, der echte Tresor bleibt unsichtbar. Der Fake-Tresor ist eine reine Ablenkung: Es gibt keine Funktion, um Inhalte zwischen dem echten und dem Fake-Tresor zu verschieben.

Der Fake-PIN und der Fake-Tresor gehören zu Incogni Pro und sind nur mit einem Abo oder einmaligen Kauf nutzbar. Der eigentliche Tresor hingegen ist kostenlos, inklusive des Tarnmodus, der das App-Icon als gewöhnliche App wie einen Taschenrechner tarnen kann.

Falls aktiviert, fotografiert der Einbruchsalarm nach mehreren falschen PIN-Eingaben lautlos die Person, die versucht, in den Tresor zu kommen. Diese Funktion ist opt-in, ebenfalls Teil von Incogni Pro und sollte nur in Ländern genutzt werden, in denen das erlaubt ist.

Häufige Fragen

Kann der Tresor mit dem iPhone-Code geöffnet werden?

Nein. Der Tresor-PIN in Bilder Verstecken ist strikt getrennt vom iPhone-Code. Selbst wenn jemand dein entsperrtes Handy in der Hand hält, braucht er für den Tresor die eigene Zahlenkombination.

Was passiert, wenn ich meinen Tresor-PIN vergesse?

Es gibt keinen Reset und keine Wiederherstellung. Weder der iPhone-Code noch der Fake-PIN bieten Zugriff auf den echten Tresor. Die Inhalte werden von Bilder Verstecken nicht hochgeladen, es gibt kein Konto und keinen Server dahinter. Der Entwickler kann sie daher nicht öffnen.

Ist der Fake-PIN meine Rettung, wenn ich den echten PIN vergesse?

Nein. Der Fake-PIN öffnet nur den Fake-Tresor mit dem, was du dort abgelegt hast. Der echte Tresor bleibt verschlossen.

Brauche ich einen eigenen PIN, wenn ich Face ID nutze?

Ja. Face ID ist ein bequemer Weg, den Tresor zu öffnen, aber die eigentliche Berechtigung bleibt der PIN. Ohne PIN ist kein Zugriff möglich.

Deine Fotos gehören nur dir.

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