Vergleich

Face ID, Touch ID oder PIN: Was schützt deinen Foto-Tresor?

Mehmet Ali Kısacık · Entwickler von Secure Folder · 18. August 2026 · 4 Min. Lesezeit

A businessman uses a secure card reader access system against a concrete wall.
Photo by Susanne Plank on Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Face ID und Touch ID sind bequeme Zusatzschlüssel, die PIN bleibt der zuverlässige Fallback.
  • Die Tresor-PIN von Bilder Verstecken ist ein separater 6-stelliger Zahlencode, unabhängig vom iPhone-Code.
  • Wer die PIN vergisst, hat ohne eingerichtete Biometrie keinen Weg zurück; der Fake-Tresor hilft dabei nicht.
  • Einbruchsalarm gibt es nur mit Incogni Pro und erst nach einer festgelegten Anzahl falscher Versuche.
  • Apples Album „Ausgeblendet“ nutzt dieselbe Face ID wie das iPhone und synchronisiert über iCloud; ein Tresor mit eigener PIN ist die andere Lösung.
  • Bilder Verstecken lädt den Tresor nicht hoch, aber ein iPhone-Backup kann ihn wie andere App-Daten enthalten.

Face ID, Touch ID oder eine PIN: Auf dem iPhone gibt es verschiedene Wege, ein Schloss zu öffnen. Die Frage wird spannend, sobald du Fotos verstecken möchtest. Die App Bilder Verstecken - Incogni (Secure Folder: Incogni Vault) bringt dafür einen eigenen Tresor mit, der sich per Biometrie oder PIN öffnen lässt. Dieser Vergleich zeigt, welche Methode wann sinnvoll ist und wo der Unterschied zu Apples Album „Ausgeblendet“ liegt.

Face ID und Touch ID: Bequem, aber kein Ersatz für den Gerätecode

Face ID und Touch ID sind keine Funktionen von Tresor-Apps, sondern von Apple selbst. Sie ergänzen den Gerätecode, ersetzen ihn aber nicht. In der Sicherheitsdokumentation von Apple bilden Face ID, Touch ID, Codes und Passwörter ein zusammenhängendes System (Apple). Face ID kannst du auf dem iPhone einrichten (Apple Support) und dann auch in Apps verwenden, die Face ID unterstützen.

Für den Tresor bedeutet das: Biometrie ist bequem, die PIN bleibt der Fallback, zum Beispiel nach einem Neustart. Ob Face ID oder PIN die bessere Wahl ist, hängt davon ab, vor wem du dein Gerät schützen willst (Vaultaire). Eine PIN kann jemand beim Tippen beobachten, ein Entsperrmuster gilt laut Verbraucherzentrale NRW sogar als unsicher (Verbraucherzentrale NRW). Face ID erkennt dein Gesicht, funktioniert aber nicht in jeder Situation. Deshalb ist die Kombination aus beidem im Alltag am praktischsten.

Der Tresor von Bilder Verstecken: Eigene PIN plus Biometrie

Bilder Verstecken verschiebt private Fotos, Videos, Dokumente und Notizen aus der Fotos-App in einen versteckten Bereich. Der Tresor wird durch eine separate 6-stellige PIN geschützt, die unabhängig vom iPhone-Code ist. Du kannst zusätzlich Face ID oder Touch ID aktivieren. Sie entsperren den Tresor unabhängig von der PIN.

Wichtig: Es gibt keinen PIN-Reset und keinen Wiederherstellungspfad. Wer die PIN vergisst und keine Biometrie eingerichtet hat, kommt nicht mehr in den echten Tresor. Auch der Fake-PIN öffnet nur den Fake-Tresor, nicht den echten. Der Fake-Tresor ist eine Ablenkung unter Druck, kein Rettungsweg.

Face ID oder PIN: Was ist im Tresor sicherer?

Beide Methoden sind unterschiedlich stark:

Ein wichtiger Unterschied zu iOS: Das iPhone fotografiert fehlgeschlagene Entsperrversuche am Sperrbildschirm nicht. In Bilder Verstecken kannst du mit Incogni Pro den Einbruchsalarm aktivieren. Dann macht die App nach einer von dir gewählten Anzahl falscher PIN-Versuche still ein Foto mit der Frontkamera und speichert den Versuch im Tresor. Das ist ein Zusatzschutz, den Apple so nicht einbaut.

  • Face ID und Touch ID sind schnell und bequem. Sie brauchen kein Tippen und lassen sich nicht einfach durch Zuschauen ablesen.
  • Die PIN funktioniert immer, auch bei schlechtem Licht oder wenn die Kamera verdeckt ist. Sie ist ein reiner Zahlencode mit 6 Stellen.

Der Unterschied zum Album „Ausgeblendet“

Apple bietet mit dem Album „Ausgeblendet“ eine eigene Möglichkeit, Fotos zu verstecken. Es öffnet sich mit derselben Face ID wie das iPhone und hängt am iCloud-Sync. Wer nicht will, dass versteckte Fotos auf anderen Geräten auftauchen, ist mit einer App, die Inhalte nur auf dem Gerät vorhält, anders aufgestellt. Bilder Verstecken lädt den Tresorinhalt nicht auf einen eigenen Server hoch. Ein iCloud- oder Finder-Backup des iPhones kann die App-Daten aber trotzdem mit einschließen, so wie bei anderen Apps. Das ist ein wichtiger Unterschied zum reinen „auf dem Gerät“-Gefühl.

Häufige Fragen

Kann ich Face ID nutzen, wenn ich die Tresor-PIN vergessen habe?

Ja, sofern du Face ID oder Touch ID vorher eingerichtet hast. Sie entsperren den Tresor unabhängig von der PIN. Einen PIN-Reset gibt es nicht, und der Fake-Tresor führt nicht in den echten Tresor.

Ist Face ID sicherer als eine PIN?

Beides hat Stärken. Face ID ist bequemer und lässt sich nicht einfach durch Zuschauen ausspähen. Die PIN funktioniert dagegen in jeder Situation, solange du sie dir merkst. Im Tresor von Bilder Verstecken kannst du beide Methoden kombinieren.

Was passiert bei falscher PIN im Tresor?

Ohne aktiven Einbruchsalarm speichert die App keinen Log-Eintrag und kein Foto. Mit Incogni Pro und aktiviertem Einbruchsalarm macht die App nach der gewählten Anzahl falscher Versuche still ein Frontkamera-Foto und protokolliert den Versuch.

Ist das Album „Ausgeblendet“ genauso sicher wie ein Tresor?

Es versteckt Fotos in der Fotos-App, öffnet sich aber mit derselben Face ID wie das iPhone und hängt an iCloud. Ein Tresor mit separater PIN und eigener Entsperrung arbeitet unabhängig davon.

Enthält mein iCloud-Backup den Tresor?

Ja. Bilder Verstecken lädt selbst nichts auf einen eigenen Server hoch, aber ein iCloud- oder Finder-Backup des iPhones schließt die App-Daten wie andere Apps mit ein. Wer das nicht möchte, muss das Backup entsprechend anpassen.

Deine Fotos gehören nur dir.

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