Guide
Geheimen Ordner für Fotos auf dem iPhone erstellen: So geht's wirklich
Mehmet Ali Kısacık · Entwickler von Secure Folder · 19. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
- Das Album „Ausgeblendet“ verlangt zum Öffnen dieselbe Face ID oder denselben Code wie das gesamte iPhone, ein separates Passwort nur für dieses Album gibt es nicht.
- Bilder Verstecken legt einen eigenen Tresor mit eigenem PIN oder eigener Face ID an, komplett getrennt von der Foto-App und vom Gerätecode.
- Fotos, Videos, Dokumente und Notizen bleiben ausschließlich lokal auf dem Gerät gespeichert, es gibt kein Konto und kein Cloud-Backup.
- Ein Fake-Tresor mit eigenem Fake-PIN öffnet auf Wunsch einen harmlosen Bereich, ohne jeden Hinweis auf den echten Tresor dahinter.
- Tresor und Fake-Tresor sind kostenlos, für unbegrenzte Importe und den Einbruchsalarm ist Incogni Pro erforderlich.
Du willst private Fotos auf dem iPhone in einem geheimen Ordner ablegen, den niemand aus Versehen findet? Apple bietet dafür ein eingebautes Werkzeug, das Album „Ausgeblendet“. Es hat allerdings Grenzen, die viele erst bemerken, wenn es zu spät ist. Dieser Guide zeigt dir beide Wege: das Bordmittel von Apple und eine dedizierte Lösung mit echtem Tresor.
Das Album „Ausgeblendet“ in der Foto-App
Du findest das Album „Ausgeblendet“ in der Foto-App unter „Alben“ > „Dienstprogramme“. Ein Foto verschwindet dort nicht wirklich aus deiner Bibliothek, es wird nur aus der Hauptübersicht, anderen Alben und den Erinnerungen entfernt. Seit iOS 16 lässt sich das Album zusätzlich sperren: Es verlangt Face ID, Touch ID oder deinen Gerätecode, bevor es sich öffnet. Der Haken dabei: Es ist dieselbe Face ID oder derselbe Code wie für dein gesamtes iPhone, kein separates Passwort nur für dieses Album. Wer dein Gerät entsperren kann, kann also grundsätzlich auch dorthin gelangen, sobald er weiß, wo er suchen muss. Zudem lässt sich die Sichtbarkeit des Albums selbst über „Einstellungen“ > „Apps“ > „Fotos“ > „Album Ausgeblendet einblenden“ ein- oder ausschalten. Ein separater PIN, ein Fake-Tresor oder ein Einbruchsalarm bei falscher Eingabe sind in diesem Bordmittel nicht vorgesehen.
Wo ein „geheimer Ordner“ mehr braucht als Verstecken
Wer wirklich sensible Bilder, Dokumente oder Notizen schützen will, zum Beispiel vor Familienmitgliedern, die das Handy kurz ausleihen, braucht mehr als ein Album, das an dieselbe Face ID wie das ganze Gerät gekoppelt ist. Genau hier setzt Bilder Verstecken - Incogni (Secure Folder: Incogni Vault) an. Die App legt einen echten Tresor mit eigenem PIN oder eigener Face ID an, komplett getrennt von der Foto-App. Fotos, Videos, Dokumente und Notizen bleiben ausschließlich lokal auf deinem Gerät gespeichert, es gibt kein Konto und kein Cloud-Backup. Zusätzlich kannst du einen Fake-Tresor mit eigenem Fake-PIN einrichten, der beim Antippen einen zweiten, harmlosen Bereich öffnet statt deiner echten Inhalte.
Praktischer Unterschied im Alltag
Wenn du dein iPhone kurz an jemanden weitergibst, reicht ein geöffnetes Album „Ausgeblendet“ oft schon aus, um an deine privaten Bilder zu kommen, sofern die Person weiß, wonach sie sucht, denn es fragt ja nur nach demselben Code wie das Gerät selbst. Ein echter Tresor mit eigenem PIN dagegen bleibt unsichtbar, solange niemand die App gezielt öffnet und den richtigen Code kennt. In Bilder Verstecken kannst du zusätzlich einen Tarnmodus (getauschtes App-Icon) aktivieren, damit die App auf dem Homescreen nicht als Tresor erkennbar ist. Für unbegrenzte Importe und den Einbruchsalarm ist Incogni Pro nötig, der Tresor selbst sowie der Fake-Tresor sind kostenlos nutzbar.
Fazit
Das Album „Ausgeblendet“ ist ein guter Startpunkt, ersetzt aber keinen dedizierten Tresor mit eigenem PIN, denn es teilt sich die Entsperrung mit dem gesamten Gerät. Wenn du einen wirklich geheimen Ordner für Fotos willst, der unabhängig von der Foto-App funktioniert, ist eine App wie Bilder Verstecken die konsequentere Lösung.
Häufige Fragen
Reicht das Album „Ausgeblendet“ als geheimer Ordner für Fotos?
Für einen schnellen Sichtschutz ja, für wirklich sensible Fotos nur bedingt. Es teilt sich die Entsperrung mit dem gesamten iPhone — dieselbe Face ID bzw. derselbe Code — und synchronisiert bei aktivem iCloud-Fotos über deine Geräte. Ein separater PIN nur für diese Fotos ist nicht vorgesehen.
Wie unterscheidet sich ein echter Tresor vom Album „Ausgeblendet“?
Ein Tresor wie Secure Folder legt Fotos, Videos, Dokumente und Notizen in einen eigenen Bereich mit eigenem PIN oder eigener Face ID — komplett getrennt von der Foto-App und vom Gerätecode. Wer dein entsperrtes iPhone in der Hand hält, kommt so nicht automatisch an die Inhalte.
Was passiert, wenn jemand nach meinem Code fragt?
Für diesen Fall gibt es den Fake-Tresor: Du richtest einen zweiten Fake-PIN ein, der einen harmlosen Bereich öffnet — ohne jeden Hinweis auf den echten Tresor dahinter. Diese Funktion ist wie der Tresor selbst kostenlos.
Werden meine Fotos in die Cloud hochgeladen?
Nein. Alle Inhalte bleiben ausschließlich lokal auf deinem Gerät, es gibt kein Konto und kein Cloud-Backup. Das bedeutet aber auch: Geht das iPhone verloren, gibt es kein serverseitiges Zurücksetzen des PINs — sichere wichtige Erinnerungen also zusätzlich selbst.
Deine Fotos gehören nur dir.
Secure Folder ist kostenlos im App Store — alles bleibt auf deinem iPhone.
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