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Wie viele Fotos passen in einen geheimen Ordner auf dem iPhone?
Mehmet Ali Kısacık · Entwickler von Secure Folder · 10. August 2026 · 5 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
- Das kostenlose Limit liegt bei 25 Objekten insgesamt (50 für Installationen vor Einführung der Grenze), zählt über alle Dateitypen und beide Tresore zusammen.
- Ein Upgrade auf Incogni Pro (Abo oder Lifetime-Kauf) hebt das Limit komplett auf und schaltet zusätzlich Fake-Tresor, Einbruchsalarm, volle Chat-Ansicht und mehr als fünf Kontakte frei.
- Der echte Tresor, der Tarnmodus und Face ID-Entsperrung sind unabhängig vom Limit dauerhaft kostenlos.
- Apples Album „Ausgeblendet“ nennt keine feste Fotoanzahl, entsperrt sich aber mit demselben Code wie das restliche iPhone und synchronisiert bei aktiviertem iCloud über mehrere Geräte.
- Es gibt keine serverseitige PIN-Wiederherstellung, Face ID oder Touch ID sind deine zuverlässigste Rückfalloption bei vergessener PIN.
25 kostenlose Plätze, dann Pro: Wir zeigen die genauen Limits eines geheimen Ordners auf dem iPhone und was ein Upgrade wirklich bringt.
Wie das Limit tatsächlich gezählt wird
Die Grenze von 25 (bzw. 50 für ältere Installationen) ist ein Gesamtlimit, kein Limit pro Kategorie. Das bedeutet:
Wer also zehn Fotos, fünf Videos, drei Dokumente und zwei Notizen importiert hat, ist bereits bei 20 von 25 angekommen, egal wie die Objekte sich auf die einzelnen Ordner verteilen. Das überrascht dich vielleicht, wenn du davon ausgehst, dass zum Beispiel Notizen oder Dokumente nicht mitzählen.
- Fotos, Videos, Dokumente und Notizen zählen zusammen, nicht getrennt.
- Der echte Tresor und ein eingerichteter Fake-Tresor teilen sich denselben Topf, es gibt kein separates Kontingent für jeden Bereich.
- Es ist kein Limit „pro Import“, sondern der Gesamtbestand, der aktuell im Tresor liegt.
Was passiert, wenn du an die Grenze stößt
Ist das Kontingent voll, lässt sich schlicht nichts Neues mehr importieren, bis du entweder Platz freimachst (etwa durch Löschen alter Objekte) oder auf Incogni Pro upgradest. Das ist kein Trick, um dich zum Kauf zu drängen, sondern ein von Anfang an klar sichtbares Limit. Willst du nur ein paar wirklich sensible Fotos aus der normalen Fotos-App verschwinden lassen, etwa Ausweisfotos, private Chatscreenshots oder ein paar persönliche Aufnahmen, reichen dir 25 Plätze oft erstaunlich lange. Willst du dagegen regelmäßig Screenshots, Rechnungen, Belege oder ganze Fotoserien in einen geheimen Ordner verschieben, stößt du die Grenze schneller als gedacht.
Was Incogni Pro konkret ändert
Ein Upgrade auf Incogni Pro, das entweder als Abo oder als einmaliger Lifetime-Kauf verfügbar ist, hebt das 25er- beziehungsweise 50er-Limit vollständig auf. Deine Importe sind dann unbegrenzt. Daneben schaltet Pro noch weitere Funktionen frei, die mit der reinen Speicherkapazität nichts zu tun haben, aber oft im selben Atemzug genannt werden:
Was dagegen immer kostenlos bleibt, unabhängig vom Limit: der echte Tresor selbst, der Tarnmodus (getauschtes App-Icon), also die Möglichkeit, dein Homescreen-Symbol als unauffällige App zu tarnen, dazu Face ID- beziehungsweise Touch ID-Entsperrung, Ordnerstruktur und Widgets.
- Den Fake-Tresor, einen zweiten, separaten Bereich mit eigener Fake-PIN, der beim Einrichten und bei jeder Nutzung Pro voraussetzt.
- Den Einbruchsalarm, der nach einer festgelegten Anzahl falscher PIN-Eingaben automatisch ein Foto über die Frontkamera aufnimmt und im Eindringlings-Protokoll ablegt. Das passiert nicht bei jedem Fehlversuch, sondern erst ab einem einstellbaren Schwellenwert, und setzt eine erteilte Kamera-Berechtigung voraus.
- Das vollständige Ansehen importierter Chats. Der Import selbst ist kostenlos, aber ohne Pro bleibt die Ansicht eingeschränkt.
- Mehr als fünf gespeicherte Kontakte.
Der Unterschied zum Album „Ausgeblendet“ von Apple
Dein iPhone bringt bereits ein eigenes Versteck mit, das Album „Ausgeblendet“ in der Fotos-App. Laut Apple Support nennt Apple dort keine feste Obergrenze für die Anzahl der Fotos, die Kapazität hängt schlicht vom verfügbaren Geräte- beziehungsweise iCloud-Speicher ab. Das klingt zunächst großzügiger als die 25 Objekte im kostenlosen Tresor von Bilder Verstecken, hat aber einen entscheidenden Haken: Das Album entsperrt sich mit demselben Face ID, Touch ID oder Code wie das restliche iPhone, es gibt keine eigene, unabhängige PIN. Und wenn du iCloud-Fotos aktiviert hast, synchronisiert sich das Album geräteübergreifend, taucht also potenziell auch auf deinen anderen angemeldeten Geräten auf.
Ein geheimer Ordner in einer dedizierten Tresor-App verfolgt einen anderen Ansatz: eine eigene, vom iPhone-Code komplett unabhängige PIN, kein automatisches Mitsynchronisieren über iCloud und die Möglichkeit, das App-Symbol selbst zu tarnen. Beide Wege haben ihre Berechtigung, aber sie lösen unterschiedliche Probleme, und wer beides vergleicht, sollte diesen Unterschied im Kopf behalten statt nur auf die reine Fotoanzahl zu schauen.
Was technisch hinter dem Schutz steckt
Fotos, Videos und Dokumente im Tresor bleiben ausschließlich auf deinem Gerät. Es gibt kein Cloud-Backup, kein Nutzerkonto und keinen Server, auf dem Inhalte gespeichert würden. Die App sendet lediglich anonyme Nutzungsstatistiken über Firebase Analytics, etwa welche Funktion geöffnet wurde, aber keinerlei Inhalte aus deinem Tresor selbst.
Deine Tresor-PIN ist dabei eine Zugangssperre für die App und kein Konto-Passwort: Es gibt niemanden, bei dem du sie zurücksetzen lassen könntest, weil es kein Konto und keinen Server gibt. Genau deshalb bleibt Face ID beziehungsweise Touch ID deine zuverlässigste Rückfalloption, falls du deine PIN einmal vergisst - schau dir dazu auch an, was du tun kannst, wenn die PIN weg ist.
Häufige Fragen
Zählen Notizen und Dokumente auch zum 25er-Limit?
Ja. Das Limit gilt für alle Objekte im Tresor zusammen, egal ob Foto, Video, Dokument oder Notiz, es gibt keine separate Zählung nach Dateityp.
Was passiert mit bereits importierten Fotos, wenn das Limit erreicht ist?
Bereits gespeicherte Inhalte bleiben unangetastet und für dich zugänglich, nur neue Importe sind erst wieder möglich, wenn du Platz freimachst oder auf Incogni Pro upgradest.
Ist das Album „Ausgeblendet“ von Apple genauso privat wie ein geheimer Ordner in einer Tresor-App?
Nicht ganz. Apples Album entsperrt sich mit demselben Face ID oder Code wie dein restliches iPhone und synchronisiert bei aktiviertem iCloud-Fotos geräteübergreifend, während ein dedizierter Tresor eine eigene, unabhängige PIN und keine automatische iCloud-Synchronisierung verwendet.
Kann ich meine PIN zurücksetzen, wenn ich sie vergesse?
Es gibt keine serverseitige Wiederherstellung. Face ID oder Touch ID entsperrt deinen Tresor unabhängig von der PIN und ist deine verlässlichste Alternative, einen offiziellen Drittanbieter-Weg zurück in den Tresor gibt es nicht.
Lohnt sich Incogni Pro nur wegen des höheren Limits?
Das kommt auf deine Nutzung an. Willst du nur wenige sensible Fotos verstecken, kommst du oft lange mit den kostenlosen 25 Plätzen aus. Importierst du regelmäßig größere Mengen oder willst du Funktionen wie den Fake-Tresor oder den Einbruchsalarm nutzen, profitierst du stärker vom Upgrade.
Deine Fotos gehören nur dir.
Secure Folder ist kostenlos im App Store — alles bleibt auf deinem iPhone.